Dokumentation - „Kein Gott, kein Herr! Eine kleine Geschichte der Anarchie“

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Datum/Zeit
Date(s) - 23/06/2017
20:00 - 23:30

Veranstaltungsort
Café Courage

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Der Anarchismus ist das natürliche Kind der Aufklärung, die Anerkennung des Individuums, Herr seiner selbst zu sein. Der Anarchismus ist die Antwort auf die dunklen Seiten des Kapitalismus und wurde im Schatten der großen industriellen und landwirtschaftlichen Ausbeutung geboren. Der Anarchismus stellt die Frage nach der Moral des Menschseins, die ein Leben ohne Staat, Geld und Grenzen auf Grundlage von Freiheit, Vernunft und Gleichheit idealisiert.

Der Anarchismus brachte die Welt immer wieder ins Wanken, ermöglichte aber auch die ersten sozialen Errungenschaften und beeinflusste die großen Revolutionen des 20. Jahrhunderts. Wo nahm diese Bewegung ihren Anfang, die seit 150 Jahren jeden Herrn und jeden Gott ablehnt? Warum ist der Anarchismus, der eine bessere Welt wollte als die, die sie früher war, noch immer aktuell?

Vom Aufstand der Pariser Kommune 1871 bis zur Gründung der ersten großen Gewerkschaften, von der Entstehung libertärer Milieus mit alternativen Lebensentwürfen bis hin zur Einrichtung freier Schulen: Die anarchistische Bewegung hat die ersten Revolutionen angestoßen und gehört zu den entscheidenden Triebkräften großer sozialer Errungenschaften. 3Die zweiteilige Dokumentation beleuchtet von Frankreich über Japan bis nach Chicago und Buenos Aires die Ursprünge dieser politischen Philosophie und porträtiert die geistigen Väter der anarchistischen Bewegung wie etwa Pierre-Joseph Proudhon oder Michail Bakunin. Darüber hinaus beleuchtet der Film Ereignisse und Meilensteine der Arbeitergeschichte vom Ende des 19. bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts und bringt so die bedeutende Rolle der Anarchisten für die sozialen Bewegungen unserer Zeit ans Licht. Die Dokumentation befasst sich unter anderem mit der Gründung der Ersten Internationale, dem Tag der Arbeit, dem Kampf um den Achtstundentag und den Attentaten während der Belle Epoque.

Tancrède Ramonets Film stützt sich ausschließlich auf Archivdokumente und Interviews mit Historikern und weiteren Experten und beschreibt die anarchistische Geschichte als Ereignisgeschichte vom Beginn an bis zum II. Weltkrieg. Dabei nutzt er ausschließlich Originalaufnahmen, etwa von der mexikanischen Revolution und dem spanischen Bürgerkrieg, und Abbildungen von zeitgenössischen Originaldokumenten. Der Film beschränkt sich nicht auf Europa und die üblicherweise im Fokus stehenden geschichtlichen Ereignisse, sondern bezieht die Entwicklungen in der gesamten Welt ein.

I. Teil

Der erste Teil ist mit dem Untertitel „Lust an der Zerstörung (1840–1914)“ versehen und enthält folgende Kapitel:

  1. 1840 – Ich bin Anarchist
  2. 1886 – May Day
  3. 1892 – Propaganda durch Tatsache
  4. 1906 – Auf zur Tat
  5. 1909 – Der neue Mensch
  6. 1912 – Tragische Banditen
  7. 1914 – Epilog

II. Teil

Der zweite Teil ist mit dem Untertitel „Erinnerung der Besiegten (1911–1945)“ versehen und enthält folgende Kapitel:

  1. 1911 – Tierra y Libertad
  2. 1917 – Alle Macht den Räten
  3. 1921 – Unser Todeskampf ist unser Triumph
  4. 1926 – Stärke kommt von unten
  5. 1936 – A las barricadas
  6. 1937 – Sterben für Barcelona
  7. Epilog

Im Rahmen der Ausstrahlung des Zweiteilers zur Geschichte des Anarchismus „Kein Gott. Kein Kaiser.“ hat ARTE nicht nur beide Teile Online gestellt, sondern auch einen kleinen Test zum Thema Anarchie.Im Rahmen der Ausstrahlung des Zweiteilers zur Geschichte des Anarchismus „Kein Gott. Kein Kaiser.“ hat ARTE nicht nur beide Teile Online gestellt, sondern auch einen kleinen Test zum Thema Anarchie. Einerseits soll dieser „beweisen“ das man selbst Anarchist*in ist. In einem zweiten Teil wird dann genauer erforscht welche Art Anarchist*in man ist. Der Test dauert ca. 10 Minuten, ist Multimedial (Ton, Text, Bild) und macht durchaus Spaß

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