Initiative Mönchengladbach

Für eine solidarische und kämpferische Basisgewerkschaft in Mönchengladbach

Du musst fast täglich deine Arbeitskraft verkaufen, weil du nur so an Geld kommst, um deine Bedürfnisse (Miete, Ernährung, Mobilität, Kultur etc.) zumindest etwas befriedigen zu können? Du sitzt z.B. im Büro, arbeitest auf dem Bau, der Gastronomie oder einer Kindertagesstätte? Du hast gerade keine Arbeitsstelle, bist erwerbslos oder erhältst staatliche Sozialleistungen? Oder du kümmerst dich unbezahlt um den Haushalt, die Kinder und die zu pflegenden Verwandten? Du wirst gerade auf den ganzen Kram in Schule, Ausbildung und Studium vorbereitet und hängst obendrein vielleicht noch in einem Nebenjob?

Dann haben wir etwas gemeinsam: wir sind lohnabhängig, wir sind Arbeiter*innen und damit Teil der Arbeiter*innenklasse.

Während in der aktuellen Gesellschaftsform einige Wenige die Produktionsmittel (Fabriken, Büros, Maschinen, Ressourcen etc.) besitzen, haben wir ausschließlich unsere Arbeitskraft, die wir zu Geld machen müssen, indem wir sie an die Besitzenden verkaufen. Diese lassen uns möglichst lange für möglichst wenig Kohle schuften, denn schließlich sind wir für sie ein Kostenfaktor. Und den wollen sie so klein wie irgendwie möglich halten, denn schließlich stehen sie selber auch im Wettbewerb mit anderen Unternehmen, in dem sie vorne mitspielen wollen. Wir haben außerdem rein gar nichts zu kamellen, wenn es grundsätzlich darum geht, was und unter welchen Arbeitsbedingungen wir produzieren wollen. Genauso wenig gehört das, was wir produzieren, uns – die Profite machen damit die Besitzenden. Auch Staaten wiederum stehen untereinander in Konkurrenz. In diesen Verhältnissen sind auch die Arbeitskräfte Kostenstellen, deren Löhne (in Teilen) aus öffentlichen Geldern bezahlt werden, wie z.B. Lehrer*innen, Erzieher*innen oder Pfleger*innen. Der Staat schmückt sich zwar mit sozialen Federn, aber genau er ist es, der die Eigentumsordnung mit seinen Institutionen überhaupt durchsetzt und aufrechterhält, die für die gesellschaftliche Ungleichheit verantwortlich ist. Darum: nicht auf Staat und Parlament vertrauen, sondern auf Organisierung von unten bauen!

Wie klingt es also für dich, wenn deine Gewerkschaft solidarisch, selbstorganisiert, horizontal, basisdemokratisch, föderalistisch, (klassen)kämpferisch, von unten, antikapitalistisch, feministisch, ohne Funktionär*innenapparat, internationalistisch, antirassistisch, antifaschistisch, ohne Stellvertretungspolitik, unabhängig – oder schlicht und einfach: anarchosyndikalistisch ist – und außerdem auf gegenseitige Hilfe und direkte Aktionen zur Wahrung und Verbesserung unserer Arbeits- und Lebensbedingungen setzt? Eine Gewerkschaft die den Anspruch hat, viel mehr als nur eine Gewerkschaft im klassischen Sinne zu sein. Mit einem gesamtgesellschaftlichen Ansatz, der alle sozialen Bereiche dahingehend umkrempeln will, dass die Bedürfnisse der Menschen und nicht das Streben nach Profit Ausgangspunkt gesellschaftlichen Handelns sind.

Die Initiative Mönchengladbach ist angebunden an die FAU Düsseldorf. Bis sich in Mönchengladbach ein eigenes Syndikat gründet, ist es am sinnvollsten, Mitglied in der FAU in Düsseldorf zu werden. Denn neben den grundsätzlichen Vorteilen der Mitgliedschaft, unterstützt die FAUD die Initiative, steht mit Rat und Tat zur Seite und übernimmt Verwaltungsaufgaben, so dass sich die Mitglieder in Mönchengladbach vor allem auf wichtige Tätigkeiten vor Ort konzentrieren können.

Auf geht’s, organisieren wir uns in Mönchengladbach! Lasst uns gemeinsam für unsere ökonomischen, sozialen und kulturellen Interessen kämpfen und daran mitwirken, die Gesellschaft von unten in eine andere umzuwälzen – eine, die sich an unseren Bedürfnissen orientiert!

Kontakt: initiative-mg@fau.org

zur Veranstaltung gelangst du durch einen Klick auf das Bild
[ssba]