ERKLÄRUNG DER M.A.T.-SEKTION IN DER RUSSISCHEN REGION: Der Krieg hat begonnen.

ERKLÄRUNG DER M.A.T.-SEKTION IN DER RUSSISCHEN REGION

Was befürchtet wurde, wovor gewarnt wurde, was nicht zu glauben war, was aber unmittelbar bevorstand, ist eingetreten. Die herrschenden Eliten Russlands und der Ukraine, angestachelt und provoziert durch das globale Kapital, gierig nach Macht und aufgebläht mit Milliarden, die dem arbeitenden Volk gestohlen wurden, haben sich zu einem tödlichen Kampf zusammengefunden. Ihr Durst nach Profit und Herrschaft wird nun mit dem Blut der einfachen Menschen bezahlt – Menschen wie wir.

Der erste Schuss wurde von dem stärkeren, räuberischeren und dreisteren der Banditen abgefeuert – dem Kreml. Aber wie immer bei imperialistischen Konflikten steht hinter der unmittelbaren Ursache ein ganzes Geflecht von ekelhaften, stinkenden Ursachen: der internationale Kampf um die Gasmärkte, der Wunsch der Behörden aller Länder, die öffentliche Aufmerksamkeit von der Tyrannei „sanitärer“ Diktaturen abzulenken, der Kampf der herrschenden Klassen der ehemaligen Sowjetunion um die Aufteilung und Neuaufteilung des „postsowjetischen Raums“, größere und globalere Widersprüche und der Kampf um die Weltherrschaft zwischen der von den USA geführten NATO und China, das den alten Hegemon herausfordert und den „kleinen Bruder“ im Kreml an seinen Wagen bindet. Heute führen diese Widersprüche zu lokalen Kriegen. Morgen drohen sie in einen imperialistischen Dritten Weltkrieg überzugehen.

Welche „humanistische“, nationalistische, militaristische, historische oder sonstige Rhetorik den aktuellen Konflikt auch immer rechtfertigen mag, dahinter stehen nur die Interessen derjenigen, die über politische, wirtschaftliche und militärische Macht verfügen. Für uns, die Werktätigen, die Rentner, die Studenten, bringt sie nur Leid, Blut und Tod. Die Bombardierung friedlicher Städte, der Beschuss mit Artillerie und die Tötung von Menschen sind nicht zu rechtfertigen.

Wir fordern die sofortige Einstellung der Feindseligkeiten und den Rückzug aller Truppen auf die Grenzen und Trennlinien, die vor Kriegsbeginn bestanden.

Wir fordern die Soldaten, die in den Kampf geschickt wurden, auf, sich nicht gegenseitig zu erschießen, geschweige denn das Feuer auf Zivilisten zu eröffnen.

Wir rufen sie dazu auf, sich massenhaft zu weigern, die kriminellen Befehle ihrer Befehlshaber auszuführen.

STOPPT DIESEN KRIEG!

BAJONETT AUF DEN BODEN!

Wir rufen die Menschen im Hinterland auf beiden Seiten der Front, die Arbeiter Russlands und der Ukraine auf, diesen Krieg nicht zu unterstützen, ihm nicht zu helfen – im Gegenteil, ihm mit aller Kraft zu widerstehen!

Ziehen Sie nicht in den Krieg!

Nicht ein einziger Rubel, nicht eine einzige Griwna aus unseren Taschen für den Krieg!

Schlagt gegen diesen Krieg zu, wenn ihr könnt!

Eines Tages – wenn sie stark genug sind – werden die arbeitenden Menschen in Russland und der Ukraine all die arroganten Politiker und Oligarchen, die uns gegeneinander ausspielen, in vollem Umfang herausfordern.

Wir erinnern uns:

KEIN KRIEG ZWISCHEN DEN ARBEITENDEN MENSCHEN IN RUSSLAND UND DER UKRAINE!

KEIN FRIEDEN ZWISCHEN DEN KLASSEN!

FRIEDE DEN HÜTTEN – KRIEG DEN PALÄSTEN!

KRAS / AIT

Autor*in faud1

Mitglied der FAUD seit den 1990er Jahren, Mitglied der AFD (jetzt FdA) seit den 1990er Jahren, Gründungsmitglied der Anarchistischen Studierenden Initiative (AStI), Redaktionsmitglied des "Mühsam" - Zeitung des Bilddungssyndikates, Mitglied des Theater ohne Namens (ToN) und der Gruppe M.A.S.S.A.K.A. (Auftritte in Düsseldorf und Appelscha), Teil der Organisationsgruppe des I02 in Essen, Teil der Oragnisationsgruppe der libertären Mendienmesse 2010/2012/2014, Teil der FAUD-Akademie, Mitgründer der Schwarzroten Rad-/Wander*innen, Vortragsreisender (BRD, A, CH, SRB)

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