CNT warnt vor Polizisten, die in die Docks von Barcelona gebracht wurden

Quelle: Freedom

In der fieberhaften Atmosphäre von Kataloniens versuchtem Unabhängig-keitsreferendum und Unterdrückung von Madrid berichten Aktivisten mit der anarchistischen CNT-Union, dass die nationale Polizei aus ganz Spanien eingeschifft wurde und sich im Hafen von Barcelona versteckt, in Vorbereitung zu sein scheint, um alle bedeutenden Umwälzungen zu zerschlagen.

Dockarbeiter mit Portuaris CNT haben Polizeibewegungen in den Docks des spanischen Prinzen und Lepanto verfolgt, wo drei große Fähren entdeckt wurden, die als Knotenpunkte für Offiziere fungieren, die der PP (konservativen) Regierung treu ergeben sind.

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Eine Kurzbiographie des deutschen Anarchisten Karl Börder, der sich weigerte, aufzugeben - Karl Börder (*1868-†1949)

Karl Börder war unter anderem Platzarbeiter/ Bergmann – Dortmund, Hamborn (Heute ein Stadtteil von Duisburg). Dieter Nelles und Hartmut Rübner erwähnen ihn in zwei Fußnoten ihres Aufsatzes „Avantgarde einer egalitären Bewegung“. Diesen Fußnoten kann mann unter anderem entnehmen das „Karl Börder, bis 1908 Kassierer für die SPD sowie bis 1911 Vertrauensmann des Deutschen Metallarbeiter-Verbands in Hamborn“ war, und später in der Freien Vereinigung deutscher Gewerkschaften (dem Vorläufer der späteren FAUD/AS) und in der Anarchistischen Föderation Deutschlands in Erscheinung trat.

Auf der Seite syndikalismusforschung.info erfährt man von Andreas von der Geschichtswerkstatt Dortmund, der der Schwarzen Katze für eine Radiosendung ein Interview gab noch folgendes über Karl:

Karl Börder war seit dem Kaiserreich ein ziemlich aktiver Anarchist in Dortmund der dann 1933 auch gleich verhaftet worden und ins KZ Börgermoor gekommen ist. Nach seiner Entlassung musste er sich einmal die Woche auf der Polizeiwache zurückmelden. Und der hatte Aufgrund seiner Erfahrungen einfach zu viel Angst, Kontakt mit seinen alten Kollegen wieder aufzunehmen. Er hat den ganzen Faschismus quasi als Schnecke überdauert in seinem eigenen Häuschen. Er ist nach 1945 wieder aktiv geworden. Die wenigen Überlebenden des Faschismus sind nach 1945 direkt wieder aktiv geworden, haben wieder Kontakt zueinander aufgenommen und versucht ihre Vorstellungen von einem freiheitlichen Sozialismus wieder umzusetzen. Karl Börder initiierte 1945 in Dortmund-Dorstfeld, als über 80ig Jähriger, eine Gruppe der anarchistischen Jugend. Mit seinem Tod (1949) geht auch jede Spur dieser anarchistischen Gruppe verloren.

Wir dokumentieren an dieser Stelle eine Todesanzeige, die am 11. Juni 1949 in der englischen Freedom veröffentlicht wurde:

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FAUD lädt ein: - Was euch im September noch erwartet

Im September bieten wir euch natürlich weiterhin jeden Montag von 17-20 Uhr unsere gewerkschaftliche Erstberatung an. Bei allen fragen Rund um die Arbeit könnt ihr gerne zu uns kommen. Die gewerkschaftliche Beratung ist kostenlos für alle. Während unserer Bürozeiten könnt ihr natürlich auch in unserer Bibliothek stöbern und bei einer Tasse Tee und Keksen in Ruhe lesen. Anschließend machen wir uns Fit für die Revolution, frei nach dem Motto von Emma Goldman „Wenn ich nicht tanzen kann ist es nicht meine Revolution!“ (frei nach E.G.).

Alle Termine und Veranstaltungen sind natürlich in unserem eigen Büro/Ladenlokal, dem „V6“ in der Volmerswertherstr.6. Neben diesen Wöchentlichen Terminen haben wir noch folgendes für euch:

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PRONUNCIAMIENTO DE LA REUNIÓN REGIONAL DE DELEGADOS DE LA FORA - ERKLÄRUNG DES DELEGIETENTREFFENS DER FORA

ERKLÄRUNG DES DELEGIETENTREFFENS DER FORA
NEUQUEN 19. UND 20. AUGUST 2017

versión en Español/spanische Version

Das Verschwinden von Santiago Andrés Maldonado hat die Kämpfe der einheimischen Völker um die Wiedererlangung ihres angestammten Landes sichtbar gemacht.

Dieser Konflikt geht auf die militärischen Kampagnen des argentinischen Staates zurück, der die einheimischen Gemeinden ermordet und vertrieben hat, um Menschen und Land unter den Landbesitzern zu versteigern, die Aneignung und Völkermord finanzierten. Diese Enteignung, die Gemeinden in die feindlichsten Gebiete drängte, war in verschiedenen Regierungen alltäglich und bleibt das Werk der Makristenregierung.

Die staatliche Repression hat sich im Rahmen einer staatlichen Politik zur Verteidigung der wirtschaftlichen Interessen der Großgrundbesitzer verstärkt. Festnahmen, Folterungen und Morde sind in Konfliktgebieten zu gängigen Praktiken geworden. Die Gendarmerie unterdrückte und entführte Santiago Maldonado, weil sie ihre Solidarität mit dem Recht der einheimischen Völker bekundete, ihr angestammtes Land zu besetzen und zurückzugewinnen.

Als Arbeiter und Arbeiter, die Mitglieder von FORA sind, treten wir solidarisch mit dem Volk der Mapuche auf und appellieren an die aktive Solidarität der Werktätigen für das dringende Auftreten von Santiago und die Einstellung der territorialen Enteignung und Unterdrückung der einheimischen Völker und sozialen Bewegungen.

ARGENTINIEN-REGIONALARBEITERBUND

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¿Dónde está Santiago Maldonado? - Wo ist Santiago Maldonado?

Düsseldorf, 31.8.2017

versión en Español/spanische Version

An die Familie von Santiago Maldonado:
An die Mapuche-Gemeinde Pu Lof im Widerstand:
An unsere Compas überall auf der Welt:

Seit dem 1.8.2017 ist Santiago Maldonado verschwunden. Das letzte Mal wurde er bei einem Angriff der Polizei auf die Mapuche-Gemeinde Pu Lof, Provinz Chubut, Argentinien, gesehen. Diese Gemeinde

unterstützte er in ihrem gerechten Kampf für ihr Land und ihre Rechte, die von dem multinationalen Unternehmen Benetton mit Hilfe des argentinischen Staates geraubt wurden. Viele Beweise deuten darauf hin, dass Santiago von der Polizei verschleppt wurde. Dies soll Angst unter den Menschen der Gemeinde verbreiten und ihren Widerstand und ihre Würde brechen. Die Regierung Macri, die die Verbrechen der Militärdiktatur klein redet, den Genozid an den indigenen Gemeinden in Argentinien leugnet und die heute die Rechte der Menschen überall in Argentinien angreift, ist für dieses Verbrechen verantwortlich.

Zusammen mit hunderttausenden Menschen in Argentinien und weltweit fordern wir:
– die Freilassung von Santiago Maldonado und die Bestrafung der Entführer_innen
– den Rücktritt der politisch Verantwortlichen, insbesondere von Sicherheitsministerin Patricia Bullrich
– ein Ende der Angriffe auf die Mapuche-Gemeinden und die Anerkennung ihrer Rechte
– Rückgabe des durch Vernichtungskriege und Genozid geraubte Landes an die indigenen Gemeinden

Santiago muss lebend wieder auftauchen!
Solidarität mit Pu Lof im Widerstand!
Raus mit Benetton aus dem Land der Mapuche!

Eine solidarische Umarmung!
¡Alerta! – Lateinamerika Gruppe Düsseldorf
Einige Mitglieder der FAUD

***

Artikel auf fau.org:

Polizeigewalt und Repression gegen Mapuche-Gemeinden und ihre Unterstützer*innen in Argentinien

Weitere Informationen:
www.amerika21.de/2017/08/183035/verschwundener-argentinien
www.taz.de/Opposition-in-Argentinien/!5437153/
www.santiagomaldonado.com

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AG Stadtteilkämpfe - Wohnen und Arbeiten – die Ähnlichkeit der Kämpfe | Eine Einladung zur Diskussion

Als Anarchosyndikalist*innen ist der Anarchosyndikalismus für uns das Werkzeug mit dem wir die gesellschaftliche Veränderung (1) erreichen wollen. Dabei gehen wir davon aus, dass die sozialen Konflikte und Probleme nur solidarisch, also auf Grundlage der gegenseitigen Hilfe und gesellschaftlich gelöst werden können. Dazu haben wir uns in erster Linie auf den Kampf in den Betrieben konzentriert.

Dies ist aber nicht das einzige Betätigungsfeld. Anarchosyndikalistische Organisationen und Gruppen hatten durch den radikalen Antikapitalismus immer auch eine gesamtgesellschaftliche Perspektive. Neben Lohnarbeit ist daher Wohnen ein Feld der Auseinandersetzung. Die Abhängigkeit von den ChefInnen spiegelt sich in der Abhängigkeit von den VermieterInnen. Während für die einen gearbeitet werden muss, um Lohn zu erhalten, muss für die anderen gearbeitet werden, um Wohnen zu dürfen. Die Perfidität des Systems wird deutlich, wenn das System der Werkswohnungen betrachtet wird. Hier sind die ChefInnen auch die VermieterInnen. Die Disziplinierung der Fabrik wirkt dann auch für alle offensichtlich in den Alltag fort.

Da verwundert es nicht, dass die aus der ArbeiterInnenbewgung stammende Genossenschaftsbewegung insbesondere Wohnen als ein Thema hatte. Auch das Mietrecht ist mit dem Arbeitsrecht in so fern vergleichbar, als dass alle Errungenschaften, die MieterInnen schützen, von ihnen erkämpft wurden.

Auch Stadt als gesellschaftlicher Raum kann als Ort des Klassenkampfs gesehen werden.

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Unterbach/Eller - Im geiste Gustav Landauers, die „Freie Erde“ in Düsseldorf

Quelle: RP-Online

Unterbach/Eller: Freie Erde
Richtfest für das Haus der Anarchisten 1921. Das Experiment „Freie Erde“ sorgte in Düsseldorf gerade in der Künstlerszene für großes Interesse. FOTO: privat/Josefine Müller
Unterbach/Eller. 1921 besetzte eine Gruppe von Anarchisten ein Stück Land im Eller Forst und versuchte dort ihren Traum von einer antikapitalistischen Welt zu verwirklichen. Das Experiment scheiterte, das Haus blieb aber mehr als 50 Jahre stehen.
Von Marc Ingel

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rp-online - Der frühe Tod des Anton Rosinke

Vennhausen. Der Schmied war eine schillernde Figur im Widerstand gegen die NS-Diktatur. Seine Heimat: die Siedlung Freiheit in Vennhausen. Von Marc Ingel

Was bleibt ist die Erinnerung, und die ist positiv. Es ist nicht immer das große Ganze, sondern es sind oft die Kleinigkeiten, die eine Rolle spielen. Wie jetzt bei der Verlegung eines Stolpersteins für Anton Rosinke vor seinem alten Wohnhaus an der Friedrich-Engels-Straße 14. Dabei kam der Nachbar aus Nummer 12 heraus und erzählte lebhaft, wie kinderlieb Rosinke gewesen sei. Er schilderte eine typische Situation: „Die Kinder der Siedlung Freiheit spielten laut auf der Straße, und Anton nahm sie vor dem Zorn der Erwachsenen, die sich durch den Lärm gestört fühlten, in Schutz.“ So etwas vergisst man nicht.

Anton Rosinke wurde am 14. Februar 1937 in der Gestapohaft am Jürgensplatz, vier Wochen nach seiner Festnahme, totgeschlagen. Er und sein Schwiegersohn, Ernst Binder, waren Anarcho-Syndikalisten.

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Zwei kurze Berichte: - Stolperstein und Sommerfest

Ein Stolperstein für Anton Rosinke

Am Freitag, dem 07.07.2017, wurde in der ….. der Siedlung „Freiheit“, ein Stolperstein für den Anarchosyndikalisten Anton Rosinke ein Stolperstein verlegt. Dieser Stolperstein ist Düsseldorfs erster (!) Stolperstein für einen Anarchosyndikalisten und gleichzeitig ist es der 300. Stolperstein der in Düsseldorf verlegt wurde. Zusammen mit mittlerweile mehr als 60.000 Stolpersteinen die europaweit verlegt wurden, ist auch der Stolperstein für Anton Rosinke Teil eines gigantischen, dezentralen und vergänglichen Kunstwerkes.

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Finger weg vom Streikrecht - Eine Niederlage am BVerfG - „Das Tarifeinheitsgesetz ist weitgehend mit dem Grundgesetz vereinbar“

Kommentar
An dieser Stelle nur ein kurzer Kommentar von uns – eine genauere Analyse folgt später, wenn wir die Urteilsbegründung eingehend studiert haben.

Obwohl das BVerfG selbst davon spricht das das die „Regelung zur Verdrängung eines Tarifvertrags im Kollisionsfall in die Koalitionsfreiheit ein greift“ Hat es doch das Gesetz als solches erst ein mal gebilligt. Unserer Meinung nach hat es sich aber nicht um die eigentlichen Fragen gekümmert. Und da wo es das getan hat, diese ganz offensichtlich nicht berücksichtigt.
Denn auch wenn das Gesetz zur Tarifeinheit (TEG) Formal nichts zum Streikrecht sagt, wird es doch, falls es zu Streiks kommen sollte, diese evtl. starkt beeinflulssen. Wir sagen „sollte es zu Streiks kommen“ – denn in der BRD stehen, dank der Arbeitsgerichte und der der dort herrschenden Meinung das Streiks nur legitim sind zur Erreichung von Tarifpolitischen Zielen immer unter der Gefahr für illigitim erklärt zu werden. Erschwert auch noch dadurch, das der Streik laut herrschender meinung nur die „Ultima Ratio“ – also das allerletzte Mittel sein soll. Wenn nun also kleinere Gewerkschaften mit ihren Tarifpolitischen Zielen in Konkurrenz zu größeren Gewerkschaften stehen, dann kann nun sowohl die großere Gewerkschaft, also auch der Boss zum gericht ziehen und den Streik für unzulässig erklären lassen. Das geht dann ggf. weil der (angestrebte) Tarifvertrag (TV) der kleinere Gewerkschaft eh nicht zur Geltung kommen würde, da ja der TV der größeren gelten würde. Außerdem ist es ja gerade Ziel des Tarifeinheitsgesetztes die „Streikwut“ zu brechen – die Belegschaften zu Befrieden und die „Ordnung“ herzustellen, bzw zu erhalten.
Unserer Meinung nach hilft nun nur noch eines:
STREIK – Streik bei jeder Gelegenheit, am besten immer unbefristet und ohne jede Ankündigung. Dabei sollten zwei Forderungen immer Gebetsmühlenartig mit aufgenommen werden:
(1) Der verzicht der Arbeitgeber UND der anderen Gewerkschaften im Betrieb das TEG an zu wenden
(2) Die Arbeitgeber und die anderen Gewerkschaften dazu zu verpflichten auf den Gesetzgeber in sofern ein zu wirken das das Gesetzt ersatzlos gestrichen werden muss.

AG Finger weg vom Streikrecht der FAUD

 

Pressemitteilung Nr. 57/2017 vom 11. Juli 2017

Urteil vom 11. Juli 2017
1 BvR 1571/15, 1 BvR 1477/16, 1 BvR 1043/16, 1 BvR 2883/15, 1 BvR 1588/15

Mit heute verkündetem Urteil hat der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts entschieden, dass die Regelungen des Tarifeinheitsgesetzes weitgehend mit dem Grundgesetz vereinbar sind. Die Auslegung und Handhabung des Gesetzes muss allerdings der in Art. 9 Abs. 3 GG grundrechtlich geschützten Tarifautonomie Rechnung tragen; über im Einzelnen noch offene Fragen haben die Fachgerichte zu entscheiden. Unvereinbar ist das Gesetz mit der Verfassung nur insoweit, als Vorkehrungen dagegen fehlen, dass die Belange der Angehörigen einzelner Berufsgruppen oder Branchen bei der Verdrängung bestehender Tarifverträge einseitig vernachlässigt werden. Der Gesetzgeber muss insofern Abhilfe schaffen. Bis zu einer Neuregelung darf ein Tarifvertrag im Fall einer Kollision im Betrieb nur verdrängt werden, wenn plausibel dargelegt ist, dass die Mehrheitsgewerkschaft die Belange der Angehörigen der Minderheitsgewerkschaft ernsthaft und wirksam in ihrem Tarifvertrag berücksichtigt hat. Das Gesetz bleibt mit dieser Maßgabe ansonsten weiterhin anwendbar. Die Neuregelung ist bis zum 31. Dezember 2018 zu treffen.

Die Entscheidung ist teilweise mit Gegenstimmen ergangen; zwei Mitglieder des Senats haben ein Sondervotum abgegeben.

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