Gustav Doster (geb. 1904 – )

Illegales Treffen von FAUD-Mitgliedern an der Straßenkreuzung Eberbach-Beerfelden am 30. Juli 1933. Stehend von links nach rechts: Gustav Doster (geb. 1904), Friedrich Lösch (geb. 1896), Wilhelm Ruff (geb. 1893); sitzend von links nach rechts: Frau Schneider, Marie Doster, Otto Götz.

Vater: Kesselschmied, SPD- & Gewerkschaftsmitglied
1919-23 Werkzeugdreherlehre, bis 1933 Metallarbeiter. Ab 1921 Mitglied der FAUD, verschiedene Funktionen in Darmstadt und Rhein-Main-Gebiet, zuletzt Privinzalobmann. Ab 1920 Mitglied in der Internationale Antimilitaristische Vereinigung. Unter anderem Redakteur des lokalen Erwerbslosenorgans Der Stempelbruder der FAUD-Darmstadt. März 1933 Verhaftung, Freiheitsstrafe, November 1933 Flucht aus Konzentrationslager Osthofen mit Hilfe ilegaler FAUD-Gruppen nach Amsterdam. Mit Fritz Schröder und in Verbindung mit holländischen Syndikalisten Errichtung der FAUD-Auslandsgruppe Deutsche Anarcho-Syndikalisten (DAS), Herausgeber der Internationale Revue. 1936 Verhaftung, Verurteilung und drohende Auslieferung an Deutschland. Flucht über Belgien nach Spanien. Mitarbeiter der deutschsprachigen Rundfunksendungen von Radio CNT-FAI. Teilnehmer am Bürgerkrieg in den DAS-Einheiten Erich Mühsam und Sacco-Vanzetti; 1939 Schweden, bis 1951 Werkzeugdreher in Stockholm, anschließend Landwirt. Mitglied und Funktionär der syndikalistischen Sveriges Arbetarens Centralorganisation.

Autor*in faud1

Mitglied der FAUD seit den 1990er Jahren, Mitglied der AFD (jetzt FdA) seit den 1990er Jahren, Gründungsmitglied der Anarchistischen Studierenden Initiative (AStI), Redaktionsmitglied des "Mühsam" - Zeitung des Bilddungssyndikates, Mitglied des Theater ohne Namens (ToN) und der Gruppe M.A.S.S.A.K.A. (Auftritte in Düsseldorf und Appelscha), Teil der Organisationsgruppe des I02 in Essen, Teil der Oragnisationsgruppe der libertären Mendienmesse 2010/2012/2014, Teil der FAUD-Akademie, Mitgründer der Schwarzroten Rad-/Wander*innen, Vortragsreisender (BRD, A, CH, SRB)

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