Initiative Reisesyndikat

Wer wir sind & was wir wollen

Hallo !

Wir sind eine Gruppe von Menschen die viel unterwegs sind.
Genauer gesagt bestreiten wir unseren Lebensunterhalt mit Arbeiten die an vielen unterschiedlichen Orten stattfinden.
Die meisten von uns arbeiten als Soloselbstständige im Handwerk.
Als Selbstständige steht unsere Art des Arbeitsverhältnisses zwischen zwei Stühlen. Weder sind wir Angestellte eines Betriebs noch Arbeitgeber*innen. Als Einzelkämpfer*innen sind wir durch die Aufträge direkt lohnabhängig in unserem eigenen „EinMenschBetrieb“.
Da wir uns als Lohnabhängige verstehen und eine Vereinzelung in unserm Arbeitsbereich feststellen, finden wir es notwendig uns auch gewerkschaftlich zu organisieren. In einer sich immer schneller verändernden Arbeitswelt müssen wir Solidarität und Zusammenhalt der lohnabhängigen Klasse fokussieren und weiter ausbauen.

 

Da wir nicht oder selten dauerhaft an Orten verweilen, ist eine Organisierung im ökonomisch/politischen Bereich schwer zu gestalten.
Deshalb wollen wir eine Struktur aufbauen in der sich Montagearbeiter*innen, Menschen im Reisegewerbe oder in ähnlichen Lebenslagen organisieren können.
Wir sind alle Mitglieder verschiedener Syndikate der Basisgewerkschaft FAU ( Freie Arbeiter*innen Union) . Unsere Initiative ist nicht teil der FAU Bundesföderation, welches aber angestrebt wird.

In dieser Initiative eines reisenden Syndikats wollen wir uns vernetzen und gegenseitig bei Problemen an Arbeitsplätzen unterstützen.
Darüber hinaus wollen wir FAU Strukturen und ähnliche libertäre Gruppen/Projekte dezentral und praktisch unterstützen.
Beispielsweise durch Baustellen, Streikunterstützung und Seminare soll Theorie und Praxis miteinander verknüpft werden.
Uns vereinen die anarchistischen Prinzipien von Herrschaftslosigkeit , Solidarität, Selbstorganisation und Gegenseitiger Hilfe. Daher haben wir es uns zur Aufgabe gemacht die Ideenwelt des Anarchosyndikalismus in der Welt/Gesellschaft/Betriebe zu verbreiten und weiterzuentwickeln.

Dies Bedeutet für uns auch dass wir uns gegen jede Form von Ausbeutung und Unterdrückung stellen und für die Gleichheit und Freiheit aller Menschen unabhängig von Geschlecht, Herkunft und Bildungsabschluss eintreten.
Kapitalistische Verhältnisse und staatliche Unterdrückung können nur durch eine revolutionäre Selbstorganisation von unten überwunden werden.

Alle Menschen die diese Werte mit uns teilen sind uns willkommen. Zur Homepage

 

Struktur

Wie haben wir uns das eigentlich alles gedacht ?

Wir treffen uns in der Regel ca. alle drei Monate. Da unsere Mitglieder je nach Arbeitsstelle sehr verstreut sind, sind auch unsere Treffen oft an unterschiedlichen Orten. Wir versuchen unsere Versammlungen so auszurichten, dass die für (möglichst) alle gut zu erreichen sind. Monatliche Zusammenkünfte sind aufgrund der weiten Distanzen in denen wir uns zueinander befinden, oft nicht möglich.

Diese Treffen dienen uns zum Austausch über unsere momentane Arbeitssituation und damit ggf. gegebene Konfliktlagen. Außerdem werden hier Aktion der Initiative für die Zukunft geplant und Beschlüsse gefasst. Es handelt sich also um die „Vollversammlung“ unseres Reisenden Syndikats.

Aktiver Teil der Initiative Reisesyndikat (IRS), können Menschen werden, die Mitglieder eines „stehenden“ Ortssyndikats der Freien Arbeiter*innen Union (FAU) sind und ihre Arbeitssituation wie unsere nicht Ortsgebunden ist.

Da wir keine Dienstleister*innen sein wollen sondern uns als einen “ Mitmachverein“ verstehen ist eine aktive Teilnahme an unseren (ohnehin schon wenigen) Treffen wichtig für den Aufbau unserer Initiative. Schließlich soll daraus einmal ein handlungsfähiges Syndikat entstehen. Du kannst Teil dieses Prozesses werden!

Um uns auf Maloche nicht über den Tisch ziehen zu lassen ( was wir im Kapitalismus eh alle tun), müssen wir uns selber schulen. Die Auseinandersetzung mit der rechtlichen Situationen unserer Arbeitsverhältnisse sowie die Weiterbildung mit anarchosyndikalistischer Theorie und Strategie, macht die Praxis erst schlagkräftig.

A propro schlagkräftig. Wir können ganz gut mit Hammer und Säge umgehen und sind wollen deshalb gerne auch am Auf- und Ausbau bestehender und neuer libertärer Orte mitwirken.

 

Falls das Interesse bei euch geweckt hat, meldet euch unter  –> irsfau@riseup.net

Autor*in faud1

Mitglied der FAUD seit den 1990er Jahren, Mitglied der AFD (jetzt FdA) seit den 1990er Jahren, Gründungsmitglied der Anarchistischen Studierenden Initiative (AStI), Redaktionsmitglied des "Mühsam" - Zeitung des Bilddungssyndikates, Mitglied des Theater ohne Namens (ToN) und der Gruppe M.A.S.S.A.K.A. (Auftritte in Düsseldorf und Appelscha), Teil der Organisationsgruppe des I02 in Essen, Teil der Oragnisationsgruppe der libertären Mendienmesse 2010/2012/2014, Teil der FAUD-Akademie, Mitgründer der Schwarzroten Rad-/Wander*innen, Vortragsreisender (BRD, A, CH, SRB)

[ssba]