„Eine Stadt ist keine Firma!“

Bericht vom zweiten Sozialen Frauenkongress in Posen, welcher u.a. von unserer polnischen Schwestergewerkschaft »Inicjatywa Pracownicza« initiiert worden ist. Dieser Artikel wurde zuerst veröffentlicht in der Graswurzelrevolution am 30. Januar 2019. Wir haben ihn von der Homepage der Basisgewerkschaft Gesundheit, Technik, Dienstleistung (GTD), Mitglied der Lokalföderation FAU Münsterland

Am 3. März 2018 fand unter dem Slogan „Für höhere Löhne und niedrigere Mieten“ der erste „Soziale Frauenkongress“ (Socjalny Kongres Kobiet/SKK) im westpolnischen Poznań (Posen) statt. Angesichts des Erfolgs und der medialen Aufmerksamkeit, die damit erreicht werden konnte (siehe GWR 429), wurde am 13. Oktober 2018 im Theater des Achten Tages in Posen ein zweiter Kongress organisiert. Initiiert von der polnischen Basisgewerkschaft „Inicjatywa Pracownicza“ (IP/Arbeiter*innen-Initiative), dem Warschauer Mieter*innen-Verein und dem Wielkopolska Mieter*innen-Verein gab es ein Ziel: die Frauen zusammenbringen, um ihnen den Austausch über ihre Probleme und Kämpfe am Arbeitsplatz oder Wohnort, und die Erarbeitung neuer Strategien für soziale Bewegungen zu ermöglichen.

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Nachruf auf unseren Genossen Koitscho Koitschew

Außerdem entwickelte er sich zu dieser Zeit wie viele bulgarische Genoss*innen seiner Generation zu einem leidenschaftlichen Esperantisten. 1942 machte er sein Abitur. Während des 2. Weltkriegs brachte er sich in den antifaschistischen Widerstand ein und wurde kurzzeitig in die monarchofaschistische Armee zwangsrekrutiert. Unmittelbar nach dem Krieg konnten die Anarchosyndikalist*innen noch legal arbeiten und hatten ihre eigene Zeitung. In dieser Zeit war Koitscho besonders aktiv. 1947 schrieb er sich als Medizinstudent an der Universität von Sofia ein.

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FAU Unterstützt tatkräftig feministische Streikbewegung

Streikrechtsbroschüre und anderes praktisches für den 8. März

Verschiedenste Syndikate und die bundesweite AG fem*FAU bringen sich seit Monaten in die Bewegung für einen feministischen bzw. einen Frauenstreik ein (siehe Aufruf). Es wird Veranstaltungsreihen, Demonstrationen und Streiks im Lohnarbeits- und Haushaltsbereich geben. Hier stellen wir nun einiges Material bereit um Bewerbung und Durchführung des Streik- und Aktionstages zu unterstützen.

Das wohl wichtigste ist unsere 8M Streikrechtsbroschüre, rechtlich geprüft gibt sie eine Übersicht für eure Handlungsoptionen in Schule, Uni, Ausbildung, Job und Soloselbstständigkeit.

Beim Versand Black Mosquito findet ihr außerdem Aufkleber und T-Shirts (auch tailiert) um noch mal ordentlich Werbung zu machen.

Zum Abschluss sei hier noch ein kleines Video aus Göttingen empfohlen.

 

Written by Harald Beyer-Arnesen - Direkte Aktion – Zum Verständnis eines Konzeptes

Dieser Beitrag, der sehr ausführlich das für den Anarcho-Syndikalismus zentrale Element der „Direkten Aktion“ behandelt, erschien im Sommer 2000 in der US-amerikanischen Zeitschrift „Anarcho-Syndicalist Review“ (vormals „Libertarian Labor Review). Der Autor Harald Beyer-Arnesen ist ein Anarchosyndikalist aus Norwegen.

Zum besseren Verständnis des Inhaltes ist es vielleicht wichtig zu wissen, dass es einen konkreten Anlass für den Artikel gab. Er besteht in einer Auseinandersetzung mit der Renaissance des Begriffes „Direkte Aktion“ in Folge der Auseinandersetzungen um das Treffen der Welthandelsorganisation (WTO) im Jahre 1999 in Seattle.

Der Autor setzt sich damit auseinander, ob es es sich bei den Aktionen gegen das Treffen tatsächlich um Formen direkter Aktion handelte. Diese Bezüge scheinen vielleicht nicht so wichtig, die entsprechenden Passagen wurden aber dennoch beibehalten, weil davon ausgegangen werden kann, dass sich ähnliche Aktionen in den nächsten Jahren häufen werden; die Auseinandersetzung darum also nichts an Bedeutung verlieren wird.

Da der Beitrag wichtige Argumentationen dafür liefert, dass es die Kampfform der direkten Aktion nicht losgelöst von Organisierung und Klassenbezug geben kann, sollten diese Passagen also nicht einfach überlesen werden.

Unabhängig vom konkreten Anlass, stellt der Autor sehr ausführlich das Konzept der direkten Aktion vor, gibt Beispiele, versucht einzugrenzen und setzt die direkte Aktion in Bezug zu anderen Kategorien wie z.B. Solidarität, Organisierung, Propaganda durch die Tat.

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Gründung des Allgemeinen Syndikats Koblenz

Im November 2018 hat sich in Koblenz die Basisgewerkschaft Allgemeines Syndikat Koblenz (ASy Koblenz) gegründet. Jetzt, drei Monate später, wurde das ASy Koblenz in die anarchosyndikalistische Gewerschaftsföderation Freie Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union (FAU) aufgenommen.

Nachdem die alte FAU Koblenz 2016 ihre Tätigkeit eingestellt hatte, haben sich in den letzten Monaten Interessierte aus Koblenz und Umgebung im nächstgelegenen FAU-Syndikat in Bonn organisiert, um im November das Allgemeine Syndikat Koblenz zu gründen.

Wir sind ab sofort erreichbar und freuen uns über interessierte Mitstreiter…

Allgemeines Syndikat Koblenz
Postfach 33 01 72
56045 Koblenz
Mail: fauko-kontakt@fau.org

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Ein Klima des wachsenden gegenseitigen Unverständnisses? - Hambacher Forst

Das Verhältnis der Menschheit zur Natur hat sich in den letzten zwei Jahrhunderten enorm verändert, insbesondere aufgrund des Fordismus und der Massenproduktion. Die Ausbeutung der Natur erreicht einen Punkt, an dem es kein Zurück mehr gibt und an dem ernsthafte Konsequenzen für das Leben der Menschen auftreten.

Das kapitalistische System in dem wir uns befinden, ist nicht nur in der Lage unsere Umwelt auf drastische und schnelle Weise zu verändern, sondern macht uns gleichzeitig immer abhängiger von sich und daher sind wir anfälliger für die immer breiteren und launischeren Schwankungen. Im Grunde bezieht sich das gegenwärtige Konzept der natürlichen Umwelt (in den westlichen Ländern) auf einen utilitaristischen Begriff, der die Natur an die Grenzen der Ausbeutung durch den Menschen bringt, ohne deren Folgen zu berücksichtigen.

Daher ist zu erwarten, dass jede Änderungsentscheidung von den wirtschaftlichen und auch monetären Vor- und Nachteilen der Wende abhängt. Es ist im Grunde ein Ausbalancieren, bei welchem die Auswirkungen auf das Leben in unseren Gesellschaften abgewägt werden. Die Auswirkungen des kapitalistischen Produktionssystems treten kurz-, mittel- und langfristig auf. Die erste Auswirkung entsteht im Bereich der Arbeit, da ohne Arbeit die Miete nicht gezahlt werden kann und auch keine Kleidung und kein Essen gekauft werden können.

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eine Vernetzung mobiler Handwerker*innen | initiative-reisesyndikat@riseup.net - Initiative Reisesyndikat

Willkommen

Wir sind eine Gruppe von Menschen die viel unterwegs sind. Genauer gesagt bestreiten wir unseren Lebensunterhalt mit Arbeiten die an vielen unterschiedlichen Orten stattfinden. Deshalb wollen wir eine Struktur aufbauen in der sich Montagearbeiter*innen, Menschen im Reisegewerbe oder in ähnlichen Lebenslagen organisieren können.

Da wir nicht oder selten dauerhaft an Orten verweilen, ist eine Organisierung im ökonomisch/politischen Bereich schwer zu gestalten.
Wir sind alle Mitglieder verschiedener Ortsgruppen der Basisgewerkschaft FAU ( Freie Arbeiter*innen Union) . Unsere Initiative ist nicht teil der FAU Bundesförderation, welches aber angestrebt wird.
In dieser Initiative eines reisenden Syndikats wollen wir uns vernetzen und gegenseitig bei Problemen an Arbeitsplätzen unterstützen.
Darüber hinaus wollen wir FAU Strukturen und ähnliche libertäre Gruppen/Projekte dezentral und praktisch unterstützen. Beispielsweise durch Baustellen, Streikunterstützung und Seminare soll Theorie und Praxis miteinander verknüpft werden.
Uns vereinen die anarchistischen Prinzipien von Herrschaftslosigkeit , Solidarität, Selbstorganisation und Gegenseitiger Hilfe. Daher haben wir es uns zur Aufgabe gemacht die Ideenwelt des Anarchosyndikalismus in der Welt/Gesellschaft/Betriebe zu verbreiten und weiterzuentwickeln.

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FEMINISTISCHE STREIKWELLE – BALD AUCH IN DEUTSCHLAND?

In diesem Jahr streikten am 8. März allein in Spanien 5 Millionen Menschen im Haushalt und auf der Arbeitsstelle. Die Streiks richteten sich gegen sexistische Diskriminierung und sexualisierte Gewalt und forderten eine neue feministische Bewegung.

Quelle: direkte aktion

8. März 2018 in Spanien: 5 Millionen beim femistischen Streik

In vielen Ländern kam es in kleinerem Maßstab zu ähnlichen Aktionen. Gleichzeitig versammelten sich im bombardierten Afrin und auf von der Polizei umstellten Plätzen der Türkei zehntausende um unter Lebensgefahr gegen die patriarchale Diktatur aufzustehen. Nun bilden sich auch in verschiedenen Städten Deutschlands Komitees für einen lokalen Frauen- bzw. feministischen Streik, das Thema kursiert in Zeitungen, Fernsehen und Gewerkschaftsgruppen. Am 10. und 11. November wird es eine bundesweite Versammlung in Göttingen zum Thema geben. Schon jetzt steht fest, der 8. März 2019 wird turbulent und die FAU hat sich vorgenommen daran einigen Anteil zu haben.

In unserem Artikel geben wir in mehreren Teilen einen historischen Ausblick, einen Abriss der aktuellen Planungen für 2019 und diskutieren dabei einige theoretische und praktische Fragen.

INHALT

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