Informationen zu Chile:

Kurzzusammenfassung

  • Seit dem 18. Oktober 2019 gibt es in Chile einen Aufstand, der große Teile des Landes erfasst hat. Zwischenzeitlich hatte (der ultrarachte und neoliberale) Präsident Piñera (rein zufällig auch einer der reichsten Menschen Chiles, falls nicht der reichste) den Notstand ausgerufen und Ausgangssperren in den wichtigsten Städten verhängt (Santiago de Chile, Valparaiso und Concepción).
  • Auslöser (aber nicht Ursache) war eine geringfügige Erhöhung der Metropreise in Santiago um 0,04€, was dadurch gekontert wurde, dass Jugendliche anfingen, die Ticketsperren zu überspringen und sich das zu einem massiven Akt des Ungehorsams ausweitete, wo schließlich jemand getötet wurde. Es folgten Demos und landesweite Aktionen.
  • Die massive soziale und wirtschaftliche Ungleichheit in Chile und die Tatsache, dass noch immer große Teile der vom Diktator Augusto Pinochet 1980 erlassene Verfassung in Kraft ist, tragen entscheidend zu dieser tiefsitzenden Wut bei. Täglich gibt es Demonstrationen, Versammlungen und Auseinandersetzungen mit Sicherheitskräften.
  • Es gibt bei diesem Aufstand bislang keine dezidierten Anführer*innen und er ist eine dezidiert linksgerichtete Bewegung.

Für alle die kein Spanisch können, sich aber trotzdem über die aktuellen Ereignisse und Hintergründe dazu informieren wollen, hier ein paar Tips und Quellen auf deutsch und englisch:

Autor*in faud1

Mitglied der FAUD seit den 1990er Jahren, Mitglied der AFD (jetzt FdA) seit den 1990er Jahren, Gründungsmitglied der Anarchistischen Studierenden Initiative (AStI), Redaktionsmitglied des "Mühsam" - Zeitung des Bilddungssyndikates, Mitglied des Theater ohne Namens (ToN) und der Gruppe M.A.S.S.A.K.A. (Auftritte in Düsseldorf und Appelscha), Teil der Organisationsgruppe des I02 in Essen, Teil der Oragnisationsgruppe der libertären Mendienmesse 2010/2012/2014, Teil der FAUD-Akademie, Mitgründer der Schwarzroten Rad-/Wander*innen, Vortragsreisender (BRD, A, CH, SRB)

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