Italien: Erklärung der in der USI-CIT organisierten Krankenpflegearbeiterinnen

[…] Die kontinuierlichen Kürzungen im Gesundheitssektor und die systematische Reduzierung der personellen und technologischen Ressourcen aufgrund von Kürzungen haben zu einem weitreichenden Zusammenbruch des Gesundheitssystems geführt. Infolgedessen wurde der Zugang zu Behandlungen für eine wachsende Zahl von Menschen eingeschränkt. Heute ist es das Coronavirus, morgen könnte es ein anderes Virus oder sogar eine beliebige Trivialkrankheit sein: die Aufrechterhaltung nur der wesentlichen Versorgungsstufen ist die Unterzeichnung eines Todesurteils. Wenn der Tod allmählich eintritt, ist es vielleicht nicht so offensichtlich. Aber jetzt sind die Todesfälle durch das Coronavirus zahlreich und in sehr kurzer Zeit.

[…] Jetzt, auf dem Höhepunkt der Notlage, ist die Bedeutung der öffentlichen Gesundheit unbestreitbar. Die Beschäftigten des Gesundheitswesens werden als Helden gepriesen, aber sie haben jahrelang miserable Arbeitsbedingungen ertragen: viel Stress, emotionale Erpressung, Schikanen am Arbeitsplatz und Strafen von Seiten des Managements, das anhand von Zeugnissen die Leistung (und ihre späteren Auswirkungen auf die Löhne) bewertet, sowie entsetzliche Verträge, die sich seit Jahren nicht verbessert haben.

[…] Jedes Mal, wenn wir zusahen, als ein Krankenhausbett verloren ging, nährten wir unsere Angst und Verzweiflung von heute. In den letzten Jahren wurden Gruppen und Streiks zur Verteidigung des Gesundheitssystems nicht ausreichend unterstützt. Jetzt kommen die Menschen, um das Gesundheitspersonal zu bejubeln… Das Erbe dieser Pandemie muss ein weitreichender Kampf sein, um einen wirksamen und universellen Gesundheitsdienst zu fordern und wiederherzustellen, der bereit ist, auf jeden möglichen Notfall zu reagieren.

USI-CIT Mailänder Krankenhäuser und USI-CIT-Mitarbeiter im Gesundheitswesen

 

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Autor*in faud1

Mitglied der FAUD seit den 1990er Jahren, Mitglied der AFD (jetzt FdA) seit den 1990er Jahren, Gründungsmitglied der Anarchistischen Studierenden Initiative (AStI), Redaktionsmitglied des "Mühsam" - Zeitung des Bilddungssyndikates, Mitglied des Theater ohne Namens (ToN) und der Gruppe M.A.S.S.A.K.A. (Auftritte in Düsseldorf und Appelscha), Teil der Organisationsgruppe des I02 in Essen, Teil der Oragnisationsgruppe der libertären Mendienmesse 2010/2012/2014, Teil der FAUD-Akademie, Mitgründer der Schwarzroten Rad-/Wander*innen, Vortragsreisender (BRD, A, CH, SRB)

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