CNT warnt vor Polizisten, die in die Docks von Barcelona gebracht wurden

Quelle: Freedom

In der fieberhaften Atmosphäre von Kataloniens versuchtem Unabhängig-keitsreferendum und Unterdrückung von Madrid berichten Aktivisten mit der anarchistischen CNT-Union, dass die nationale Polizei aus ganz Spanien eingeschifft wurde und sich im Hafen von Barcelona versteckt, in Vorbereitung zu sein scheint, um alle bedeutenden Umwälzungen zu zerschlagen.

Dockarbeiter mit Portuaris CNT haben Polizeibewegungen in den Docks des spanischen Prinzen und Lepanto verfolgt, wo drei große Fähren entdeckt wurden, die als Knotenpunkte für Offiziere fungieren, die der PP (konservativen) Regierung treu ergeben sind.

Der spanische Präsident Mariano Rajoy hat gegenüber der katalanischen Regionalregierung eine stark repressive Haltung eingenommen, als es darum ging, ein Referendum über die illegale Unabhängigkeit am 1. Oktober abzuhalten, das Rajoy als illegales Unabhängigkeitsreferendum bezeichnet. Gestern wurden in ganz Katalonien regionale Verwaltungsbüros durchsucht und 14 Personen festgenommen, was in Barcelona zu einem heftigen Protest und Patt führte.

Madrid scheint besorgt über die Loyalität der Polizei vor Ort zu sein, die von der Regierung von Barcelona verwaltet wird und angeblich nur zögerlich gegen die zunehmend gewalttätigen Proteste in der Regionalhauptstadt hart vorgegangen ist. Eine zentral organisierte Präsenz der Nationalgarde, die von den Docks aus operiert, scheint die PP als Standby-Maßnahme zu sein, um die Kontrolle im Falle einer Eskalation der Ereignisse schnell durchzusetzen.

In einem besonders zynischen Zug vermuten die Hafenarbeiter, dass mindestens eines der Boote absichtlich umlackiert wurde, um Anfragen der internationalen Gemeinschaft „abzuwerfen“:

Die CNT in Katalonien insgesamt hat ein komplexes Verhältnis zur Unabhängigkeitsbewegung, ähnlich wie in anderen Gebieten Europas, wo der internationalistische Aspekt der anarchistischen Politik in den linken nationalistischen Aktivismus übergeht. Als Tendenz neigen die Menschen dazu, der CNT aus anti-nationalistischer Perspektive beizutreten, sind aber entschieden gegen die Art von polizeilicher Unterdrückung, die in den letzten Tagen stattgefunden hat und sich gegen Maßnahmen organisieren wird, die die bürgerlichen Freiheiten angreifen. In einer Erklärung von gestern sagte CNT Barcelona:

Angesichts der Ereignisse, die sich heute ereignet haben, wollen wir aus dem CNT Barcelona heraus unsere Ablehnung der Repression des spanischen Staates wieder einmal zum Ausdruck bringen, indem wir ihn als Gewaltanwendung gegen die grundlegendsten sozialen Rechte ansehen, was wiederum das wahre Gesicht der faktischen Mächte offenbart.

Die Arbeiterklasse wird immer die Kraft behalten, um diese autoritären Beispiele zu überwinden, denn sie ist es, die die Angriffe der Interessen der Bourgeoisie unterstützt. Wir werden uns nicht in unserer Absicht scheitern lassen, die Kämpfe fortzusetzen, und wir werden niemals die Verteidigung der elementarsten Rechte der Arbeitnehmer aufgeben.

Bilder: Portuaris CNT

Autor*in faud1

Mitglied der FAUD seit den 1990er Jahren, Mitglied der AFD (jetzt FdA) seit den 1990er Jahren, Gründungsmitglied der Anarchistischen Studierenden Initiative (AStI), Redaktionsmitglied des "Mühsam" - Zeitung des Bilddungssyndikates, Mitglied des Theater ohne Namens (ToN) und der Gruppe M.A.S.S.A.K.A. (Auftritte in Düsseldorf und Appelscha), Teil der Organisationsgruppe des I02 in Essen, Teil der Oragnisationsgruppe der libertären Mendienmesse 2010/2012/2014, Teil der FAUD-Akademie, Mitgründer der Schwarzroten Rad-/Wander*innen, Vortragsreisender (BRD, A, CH, SRB)

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