Notwendige Anmerkung:
Dieser Bericht stammt nicht von Rudolf Mühland. Ich bin nur die Person, welche den Bericht hier Online stellt. Die Software unseres Blogs setzt aber immer den angemeldeten Account als Autor*in – in diesem Falle also mich.
In Wirklichkeit stammt der Bericht von einer Kollegin der FAU Krefeld, die diese Tour auch organisiert hat! Ich selbst habe an der Tour teilgenommen und nutze hier direkt einmal die Gelegenheit mich auch noch einmal öffentlich dafür bei ihr zu bedanken! Außerdem hoffe ich, das wir diese Tour nächstes Jahr mit noch mehr Menschen zusammen wiederholen!
Danke dir!
Diese Tour hat für mich persönlich eine große Bedeutung: Es ist nicht nur der Tag der Befreiung, den wir am 08. Mai begehen, sondern ein Tag gegen das Vergessen unserer anarchistischen und anarchosyndikalistischen Geschichte.
Während der Recherche zu dieser Tour ist mir wieder aufgefallen, wie die Arbeiter:Innen-Geschichte ausgelöscht werden soll, so wie die Siedlung Freie Erde dem Erdboden gleich gemacht wurde.
Zum 08. Mai hat uns unsere Radtour in die folgenden Stadtteile geführt:
- Benrath
- Vennhausen
- Eller
- Bilk
- Unterbilk (V6)
Der Start verzögert sich etwas und wir sind nur eine kleine Gruppe. Die Anwesenden fahren aber gut gelaunt vom Benrather Bahnhof zur Hildener Straße, wo einst der Sitz des Proletarischer Gesundheitsdienst (PGD) war. Dazu hält Thomas (FAU-D) einen kurzen Vortrag, ergänzt durch ein paar Sätze zur weltlichen Schule, in deren Gebäude der PGD untergebracht war. Dann fahren wir durch den Benrather Forst bis in den Norden des Unterbacher Sees, dort stieß dann noch ein Fauista zu uns. Wir bewundern noch die Schildkröten, die sich in einem Gewässer am Weg auf Baustämmen niedergelassen haben und die Sonne genießen.




Am Samstag, den 19.03.2022, haben wir uns zusammen mit den Schwarz-Roten Rad-Wander*innen auf Spurensuche nach der Märzrevolution von 1920 im Ruhrgebiet gemacht. Unsere kleine Gruppe machte sich auf den Weg vom Duisburger HBF über Ruhrort nach Walsum und weiter über Dinslaken, Lohberg und Bruckhausen bis fast nach Krudenburg. Leider war die Brücke über die Lippe gesperrt, so das wir auch nicht mehr bis nach Wesel gefahren sind. Stattdessen mussten wir an dieser Stelle umkehren und zurück nach Dinslaken fahren (was uns ~4 km Strecke erspart hat, worüber sich besonders die untrainierten Fahrer*innen gefreut haben dürften. Denn obwohl alle Touren eigentlich auch für ungeübte Fahrer*innen geeignet sind, ist gerade diese eine Tour am Ende doch eine Herausforderung.)
Was befürchtet wurde, wovor gewarnt wurde, was nicht zu glauben war, was aber unmittelbar bevorstand, ist eingetreten. Die herrschenden Eliten Russlands und der Ukraine, angestachelt und provoziert durch das globale Kapital, gierig nach Macht und aufgebläht mit Milliarden, die dem arbeitenden Volk gestohlen wurden, haben sich zu einem tödlichen Kampf zusammengefunden. Ihr Durst nach Profit und Herrschaft wird nun mit dem Blut der einfachen Menschen bezahlt – Menschen wie wir.

