Unterbach/Eller - Im geiste Gustav Landauers, die „Freie Erde“ in Düsseldorf

Quelle: RP-Online

Unterbach/Eller: Freie Erde
Richtfest für das Haus der Anarchisten 1921. Das Experiment „Freie Erde“ sorgte in Düsseldorf gerade in der Künstlerszene für großes Interesse. FOTO: privat/Josefine Müller
Unterbach/Eller. 1921 besetzte eine Gruppe von Anarchisten ein Stück Land im Eller Forst und versuchte dort ihren Traum von einer antikapitalistischen Welt zu verwirklichen. Das Experiment scheiterte, das Haus blieb aber mehr als 50 Jahre stehen.
Von Marc Ingel

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rp-online - Der frühe Tod des Anton Rosinke

Vennhausen. Der Schmied war eine schillernde Figur im Widerstand gegen die NS-Diktatur. Seine Heimat: die Siedlung Freiheit in Vennhausen. Von Marc Ingel

Was bleibt ist die Erinnerung, und die ist positiv. Es ist nicht immer das große Ganze, sondern es sind oft die Kleinigkeiten, die eine Rolle spielen. Wie jetzt bei der Verlegung eines Stolpersteins für Anton Rosinke vor seinem alten Wohnhaus an der Friedrich-Engels-Straße 14. Dabei kam der Nachbar aus Nummer 12 heraus und erzählte lebhaft, wie kinderlieb Rosinke gewesen sei. Er schilderte eine typische Situation: „Die Kinder der Siedlung Freiheit spielten laut auf der Straße, und Anton nahm sie vor dem Zorn der Erwachsenen, die sich durch den Lärm gestört fühlten, in Schutz.“ So etwas vergisst man nicht.

Anton Rosinke wurde am 14. Februar 1937 in der Gestapohaft am Jürgensplatz, vier Wochen nach seiner Festnahme, totgeschlagen. Er und sein Schwiegersohn, Ernst Binder, waren Anarcho-Syndikalisten.

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(Ein kurzer Bericht von einer Fahrradtour von Duisburg nach Wesel) - März 1920 – Eine vergessene Revolution

Am Samstag, den 25. März traf sich auf Einladung der FAU Düsseldorf eine Gruppe Interessierter Männer und Frauen am Duisburger Hauptbahnhof um sich auf die Spuren einer längst vergessenen Revolution zu begeben. Bevor wir starteten, gab es einen ersten kleinen Vortrag zu den Hintergründen des Kapp-Lüttwitz-Putsches, und den verschiedenen Kräften der Reaktion. Bei herrlichstem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen ging es dann zuerst durch die Innenstadt, vorbei an mittelalterlichen Zeugnissen der Siedlungsgeschichte zur Mündung der Ruhr in den Rhein. Dort konnte man das „Rheinorange“, den „Neptun“ und den „Ruhrorter Tönneekesdrieter“ bewundern.
Bei klarer Sicht konnte man schon früh die „Grubenlampe“ von Moers auf der anderen Seite des alten Vaters Rhein sehen. Für viele erstaunlich war das Ausmaß des Thyssengeländes an dem wir…

 

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