Update 13,10,2017 ¿Dónde está Santiago Maldonado? - Wo ist Santiago Maldonado?

Düsseldorf, 31.8.2017

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An die Familie von Santiago Maldonado:
An die Mapuche-Gemeinde Pu Lof im Widerstand:
An unsere Compas überall auf der Welt:

Seit dem 1.8.2017 ist der Anarchist Santiago Maldonado verschwunden. Das letzte Mal wurde er bei einem Angriff der Polizei auf die Mapuche-Gemeinde Pu Lof, Provinz Chubut, Argentinien, gesehen. Diese Gemeinde unterstützte er in ihrem gerechten Kampf für ihr Land und ihre Rechte, die von dem multinationalen Unternehmen Benetton mit Hilfe des argentinischen Staates geraubt wurden. Viele Beweise deuten darauf hin, dass Santiago von der Polizei verschleppt wurde. Dies soll Angst unter den Menschen der Gemeinde verbreiten und ihren Widerstand und ihre Würde brechen. Die Regierung Macri, die die Verbrechen der Militärdiktatur klein redet, den Genozid an den indigenen Gemeinden in Argentinien leugnet und die heute die Rechte der Menschen überall in Argentinien angreift, ist für dieses Verbrechen verantwortlich.

Zusammen mit hunderttausenden Menschen in Argentinien und weltweit fordern wir:
– die Freilassung von Santiago Maldonado und die Bestrafung der Entführer_innen
– den Rücktritt der politisch Verantwortlichen, insbesondere von Sicherheitsministerin Patricia Bullrich
– ein Ende der Angriffe auf die Mapuche-Gemeinden und die Anerkennung ihrer Rechte
– Rückgabe des durch Vernichtungskriege und Genozid geraubte Landes an die indigenen Gemeinden

Santiago muss lebend wieder auftauchen!
Solidarität mit Pu Lof im Widerstand!
Raus mit Benetton aus dem Land der Mapuche!

Eine solidarische Umarmung!
¡Alerta! – Lateinamerika Gruppe Düsseldorf
Einige Mitglieder der FAUD

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Artikel auf fau.org:

Polizeigewalt und Repression gegen Mapuche-Gemeinden und ihre Unterstützer*innen in Argentinien

Weitere Informationen:
Druck auf Argentinische Regierung wächst 29.09.2017
www.amerika21.de/2017/08/183035/verschwundener-argentinien
www.taz.de/Opposition-in-Argentinien/!5437153/
www.santiagomaldonado.com
A-Radio Berlin (engl.Beitrag)
A-Radio-Twitter

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Unterbach/Eller - Im geiste Gustav Landauers, die „Freie Erde“ in Düsseldorf

Quelle: RP-Online

Unterbach/Eller: Freie Erde
Richtfest für das Haus der Anarchisten 1921. Das Experiment „Freie Erde“ sorgte in Düsseldorf gerade in der Künstlerszene für großes Interesse. FOTO: privat/Josefine Müller
Unterbach/Eller. 1921 besetzte eine Gruppe von Anarchisten ein Stück Land im Eller Forst und versuchte dort ihren Traum von einer antikapitalistischen Welt zu verwirklichen. Das Experiment scheiterte, das Haus blieb aber mehr als 50 Jahre stehen.
Von Marc Ingel

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rp-online - Der frühe Tod des Anton Rosinke

Vennhausen. Der Schmied war eine schillernde Figur im Widerstand gegen die NS-Diktatur. Seine Heimat: die Siedlung Freiheit in Vennhausen. Von Marc Ingel

Was bleibt ist die Erinnerung, und die ist positiv. Es ist nicht immer das große Ganze, sondern es sind oft die Kleinigkeiten, die eine Rolle spielen. Wie jetzt bei der Verlegung eines Stolpersteins für Anton Rosinke vor seinem alten Wohnhaus an der Friedrich-Engels-Straße 14. Dabei kam der Nachbar aus Nummer 12 heraus und erzählte lebhaft, wie kinderlieb Rosinke gewesen sei. Er schilderte eine typische Situation: „Die Kinder der Siedlung Freiheit spielten laut auf der Straße, und Anton nahm sie vor dem Zorn der Erwachsenen, die sich durch den Lärm gestört fühlten, in Schutz.“ So etwas vergisst man nicht.

Anton Rosinke wurde am 14. Februar 1937 in der Gestapohaft am Jürgensplatz, vier Wochen nach seiner Festnahme, totgeschlagen. Er und sein Schwiegersohn, Ernst Binder, waren Anarcho-Syndikalisten.

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Zwei kurze Berichte: - Stolperstein und Sommerfest

Ein Stolperstein für Anton Rosinke

Am Freitag, dem 07.07.2017, wurde in der ….. der Siedlung „Freiheit“, ein Stolperstein für den Anarchosyndikalisten Anton Rosinke ein Stolperstein verlegt. Dieser Stolperstein ist Düsseldorfs erster (!) Stolperstein für einen Anarchosyndikalisten und gleichzeitig ist es der 300. Stolperstein der in Düsseldorf verlegt wurde. Zusammen mit mittlerweile mehr als 60.000 Stolpersteinen die europaweit verlegt wurden, ist auch der Stolperstein für Anton Rosinke Teil eines gigantischen, dezentralen und vergänglichen Kunstwerkes.

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Alles neu macht der Mai

Aktualisiert am 05.05.2107

Ab Mai 2017 bietet die FAUD euch einige neue regelmäßige Veranstaltungen/Kurse an. Alle Kurse/Veranstaltungen sind wie immer völlig kostenfrei für euch – Spenden aber ebenso selbstverständlich immer willkommen!

Vegan-Brunch
Los gehts am Sonntag, dem 07. Mai. um 11 Uhr. Der Brunch soll alle zwei Monate stattfinden. Falls ihr Zeit und Lust habt euch in die Organisation mit ein zu bringen ist auch ein monatlicher oder gar wöchentlicher Vegan-Brunch möglich. Alle Informationen dazu findet ihr hier: Vegan-Brunch

Salsa Tanzkurs
Am Montag, dem 08. Mai beginnt unser „schwarzroter Tanzkurs“ unter dem Motto „“Wenn ich nicht tanzen kann ist es nicht meine Revolution | Si no puedo bailar no es mi revolución“. Los gehts um 20:00 Uhr. Jeden Montag treffen wir uns um Salsa zu lernen und zu tanzen. Neben Getränken steht auch immer ein kleines Buffet (u.a. mit Guacamole, Tortillachips und Obst) zur Verfügung. Alle Informationen dazu findet ihr hier: Salsa-Kurs / Curso de Salsa

Multilinguales Tandem
Ab Mittwoch, dem 10.05.2017 laden wir alle die ihre Sprachkenntnisse verbessern oder ganz neu eine Sprache lernen wollen zu uns ein. Wir bringen uns die Sprachen gegenseitig bei. Dabei werden wir von „pädagogischem Fachpersonal“ unterstütz. Neben offener Konversation wird es auch immer wieder Unterrichtsphasen in Grammatik geben und gezielt Vokabeln vermittelt. Das ganze wird aber spielerisch und praxisorientiert sein. Mehr Informationen und eine mehrsprachige Einladung findet ihr hier: Pub idioma en el „V6“ | Language bar in the „V6“ | Sprachenkneipe im „V6“ | Pub de la langue dans le « V6 »

FAUD-Soli-Party…
… für den Arbeiter*innen Hilfsfond. Am 19.05.2017 laden wir euch zum Bingo-Abend mit Tapas, Cocktails und vielem mehr ein. Alle Überschüsse werden dazu verwendet Gerichtskosten, Anwaltskosten und Rechnung von Dolmetscher*innen zu bezahlen! Mehr Infos findet ihr hier: Hay poder en un sindicato | There is power in a union

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Aufruf der FAU: - Der Arbeitskampf kennt keine Grenzen!


 

Europaweit und darüber hinaus erstarken populistische Parteien und Bewegungen in einer Breite, wie wir es in den letzten Jahrzehnten nicht erlebt haben. Was macht diesen Populismus aus? Hinter der Ablehnung einiger Symbole der kapitalistischen Globalisierung, etwa von Freihandelsverträgen oder dem Euro, steckt ein Nationalismus, der die globalisierte kapitalistische Ausbeutung keineswegs in Frage stellt. Dieser Nationalismus spaltet was zusammengehört, und pfercht zugleich zu vermeintlichen Interessengemeinschaften zusammen, was in Wirklichkeit durch Klassengegensätze gespalten ist….

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Theater - M.A.S.S.AK.A. 2002

Das Theater M.A.S.S.A.K.A. existiert leider nicht mehr.

  • Anfang 1999 gründeten wir unter der Leitung von Maria die Gruppe „Theater Ohne Namen – TON“. Im Sommersemester des selben Jahres hatten wir unsere erste Aktion mit einem Statuentheater, welches fünf Bilder beeinhaltete. Anlass dieser Aktion war unsere Ablehnung gegen die Einführung einer Studi-Chip-Karte.
  • Im April 2000 haben wir anlässlich des 122sten Geburtstags des Bohemliteraten und Anarchisten Erich Mühsam gemeinsam mit dem Bildungssyndikat der Freien ArbeiterInnen Union Düsseldorf, dem Großalarm und vielen anderen FreundInnen ein abendfüllendes Programm unter dem Motto „111+11 Mühsame Jahre“ gestaltet. Mehrere Gedichte, Lieder aber auch kurze Theaterszenen wurden an zwei Terminen im Thaeter Metropol in Düsseldorf-Bilk aufgeführt.
  • 2001 nahmen wir als TON an den anarchistischen „pinkster landdaagen“ in Appelscha/Niederlanden teil. Als Forum-Theater führten wir eine Szene auf, die den Rassismus themathisierte.
  • Am 1.Mai 2002 beteiligten wir uns als MASSAKA an der Demonstration des DGBs mit einem gewerkschafts- und kapitalismuskritischen Straßentheater.
    Für die Zukunft ist ein weiteres „Abendfüllendes“ Programm in Planung gestellt.
  • –Nachtrag–
    Unsere Pressemitteilung aus dem Jahr 2003 zu unserem letzten Abendprogramm „Sehnsucht nach…“:
    Theater M.A.S.S.A.K.A.
    „Sehnsucht nach…“
    11. & 12.05.2003
    Ort: Theater Metropol, Brunnenstr.20, Düsseldorf-Bilk
    Beginn: 19.30 Uhr
    Eintritt: 6.-
    Das freie Theater M.A.S.S.A.K.A. präsentiert sein neues Multimediaprojekt „Sehnsucht nach…“
    Das Internationale Projekt nähert sich in elf Bildern dem Thema Sehnsucht aus verschiedenen Perspektiven und auf gänzlich unterschiedliche Arten und Weisen. Die aus Improvisationen enstandenen Szenen und Videoinsallationen spannen einen Bogen aus tragischen, kitschigen, ernsthaften und humorvollen Annäherungen ohne dabei mit dem pädagogischen Zeigefinger zu agieren. Obwohl es der Theatergruppe darauf ankommt, die Menschen zum Nachdenken anzuregen, wollen Sie ihrerseits nicht so tun als ob sie den >Stein der Weisen< in der Tasche hätten. In diesem Sinne erwartet Sie ein abwechslungsreicher Abend jenseits verdummender Unterhaltung und sauertöpfischer Besserwisserei – Ihr und
    Euer Theater M.A.S.S.A.K.A.
    Kontakt: www.theater-massaka.de.vu, theatermassaka@web.de, c/o FAU,
    Postfach 102404, 40015 Düsseldorf, Tel:0179 32 586 48

Hintergund Info’s zum Theater M.A.S.S.A.K.A.:

Das freie Theater M.A.S.S.A.K.A. gründetet sich 1999 in der Heinrich-Heine-Universität. Damals hieß es noch T.o.N., Theater ohne Namen. Erste Auftritte fanden im Rahmen der studentischen Proteste gegen die Einführung einer sogenannten „Chip-Card“ statt. Das erste abendfüllende Programm stellten sie mit zahlreichen Freunden und Freundinnen aus der jungen Literaturszene Düsseldorfs zu Ehren des deutschen Literaten, Bohemien, Anarchisten und Juden Erich Mühsam zusammen. Es folgten ein Theaterprojekt zum Thema Rassismus, welches unter anderem auch in den Niederlanden gastierte, und ein Straßentheater am 1.Mai 2002 in Düsseldorf.

„Sehnsucht nach…“ ist das zweite abendfüllende Programm der Gruppe. Auch diesmal haben sich Freunde und Freundinnen zahlreich an der Umsetzung beteiligt. Neben den Mitgliedern der schon erwähnten jungen Düsseldorfer Literaturszene war diesmal auch die Künsterlergruppe „lost bodies“ aus Griechenland an der Entstehung maßgeblich beteiligt. Nach der der Premiere in Düsseldorf steht im Herbst eine kleine Deutschlandtour an.

  • Theater M.A.S.S.A.K.A. (2002)

 

 

 

1. Mai Demo 2002 in Düsseldorf

Auf drei der Fotos ist u.a. Hans Schmitz zu sehen, der unsere Aktion sehr witzig fand und die ganze Zeit bei uns blieb und den 1.Mai mit uns feierte. Sichtlich genoss er die Aufmeksamkeit die unsere Aktion erreichte. An dieser Stelle sei noch kurz erzählt, das eine Internationale Delegation anwesend war. Die DGB-Mitglieder erklärten ihren Gästen auf englisch die Aktion der „Anarchisten“.
 Am 1. Mai 2002 nahmen wir als „Massaka“ an der DGB-Demonstration in Düsseldorf mit einem Straßentheater teil. Der Sinn dieser Aktion war es, Menschen auf die benachteiligte Lage der Arbeiter, aber auch auf die „Ohnmacht“ oder auch das Desinteresse des DGBs aufmerksam zu machen.
Rechts im Bild ist der Kapitalist zu sehen, in einem feinen Anzug und mit Zylinder. Ihm folgt der DGB-Mann, welcher die in Ketten gelegten Arbeiter*innen hinter sich herzieht.

 

 

 

 

 

 

 

 

Der DGB-Mann hält seine Position stets zwischen den Arbeiter*innen und dem Kapitalisten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Kapitalist genießt seine Zigarre, während die Arbeiter*innen mit gesenkten Köpfen Unzufriedenheit über ihre Lage zeigen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Plötzlich werden unter den Arbeiterinn*en Stimmen laut. Leise Äußerungen über Mißstände werden zu lauten Rufen von Forderungen. Die Hände werden samt Ketten gegen die Unterdrückung gehoben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„10 PROZENT!, 10 PROZENT!, 10 PROZENT! …“ lauten die unüberhörbaren Forderungen der Arbeiter*innen um eine Lohnerhöhung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nachdem der DGB-Mann die Arbeiter*innen beruhigt, kommt er mit sichtbar großem Respekt zum Kapitalisten geschlichen, um ihm über die Forderungen seiner Arbeiter*innen zu berichten. Doch der Kapitalist zeigt in keiner Weise Mitgefühl mit ihnen, im Gegenteil; er stößt ein lautes, herausgequältes Lachen aus sich heraus und bietet viel weniger als die Arbeiter*innen verlangen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Arbeiter*innen geben sich mit dem, was ihnen geboten wird, nicht zufrieden …

 

 

 

 

 

 

 

 

 

… und Sie protestieren weiterhin.

 

 

 

 

 

 

 

 

Die lauten Schreie der Arbeiter*innen verstummen als sich der Kapitalist plötzlich umdreht und willkürlich eine/n Arbeiter/in feuert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Blicke der Arbeiter*innen sind betrübt. Ihr Mut scheint gebrochen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Kapitalist raucht unbesorgt seine Zigarre weiter.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Diese Szenen wurden immer wieder von neuem gespielt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Ende der Demonstration wurde im Düsseldorf Hofgarten die Revolution ausgerufen…